Warum fliegen Flugzeuge tagsüber nicht über den Atlantik? Der wahre Grund könnte Sie überraschen.

Sie existieren tatsächlich.

Tagsüber werden transatlantische Flüge auf bestimmten Strecken angeboten, darunter Flüge von Flughäfen wie Boston, New York und Newark nach London.

Die Behauptung, Flugzeuge würden den Atlantik niemals tagsüber überqueren, ist also falsch .

Es liegt einfach daran, dass Flüge in Richtung Osten über Nacht viel häufiger vorkommen.

Das Flugplanmuster ist so fest, dass Flüge in Richtung Osten tagsüber ungewöhnlich erscheinen können.

Auch Flughafenregeln sind wichtig

Fluggesellschaften planen Flüge nicht ausschließlich auf Grundlage der aktuellen Wetterlage.

Flughäfen haben ihre eigenen Grenzen.

Landerechte, Betriebszeiten, Lärmschutzbestimmungen, Anschlussflugpläne und Passagiernachfrage beeinflussen die Ankunfts- und Abflugzeiten von Flugzeugen. Die FAA hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Passagiernachfrage, Zeitzonenunterschiede und Lärmschutzbestimmungen an Flughäfen das bekannte Muster von Abendabflügen aus Nordamerika und Morgenabflügen aus Europa bedingen.

Das bedeutet, dass eine Fluggesellschaft mehrere Probleme gleichzeitig löst:

Wann sollte der Passagier reisen?

Wann soll das Flugzeug eintreffen?

Wann sind Anschlussflüge verfügbar?

Wie weht der Wind?

Welche Route verbraucht am wenigsten Treibstoff?

Welche Flughafenbeschränkungen gelten?

Alle diese Faktoren zusammen ergeben den Zeitplan, den Sie beim Buchen eines Tickets sehen.

Über dem Atlantik besteht keine „Gefahr am Tag“.

Eines der häufigsten Missverständnisse ist, dass Fluggesellschaften Atlantiküberquerungen tagsüber vermeiden, weil das Fliegen über den Ozean bei Tageslicht irgendwie weniger sicher sei.

Das ist nicht die Erklärung.

Kommerzielle Flugzeuge überqueren den Atlantik regelmäßig tagsüber, und dieses allgemeine Muster wird in erster Linie durch die Flugplanung und die betriebliche Effizienz bestimmt und nicht durch eine Regel gegen Ozeanüberquerungen bei Tag.

Der nordatlantische Luftraum wird rund um die Uhr genutzt.

Die wahre Antwort ist interessanter als der Mythos.

Warum sieht man also nicht mehr Flugzeuge, die tagsüber den Atlantik von Nordamerika nach Europa überqueren?

Denn die Fluggesellschaften haben festgestellt, dass der Nachtflugplan Richtung Osten hervorragend funktioniert.

Die Passagiere können während eines Großteils des Fluges schlafen.

Sie kommen morgens in Europa an.

Das Flugzeug kann effizient eingesetzt werden.

Anschlussflüge können um die Ankunftszeiten herum koordiniert werden.

Und Flugplaner können günstige atmosphärische Bedingungen nutzen.

Tagsüber kehrt sich der Verkehrsfluss um, und zahlreiche Flugzeuge fliegen Richtung Westen nach Nordamerika.

Wenn Sie also das nächste Mal auf eine Karte mit transatlantischen Flügen schauen und Flugzeuge sehen, die scheinbar zu unterschiedlichen Tageszeiten in entgegengesetzte Richtungen fliegen, denken Sie daran:

Es gibt keine unsichtbare Regel, die besagt, dass Flugzeuge den Atlantik nicht bei Tageslicht überqueren können.

Es gibt ein unsichtbares System aus Zeitzonen, Jetstreams, Flugrouten, Flugplänen, wirtschaftlichen Faktoren und Passagierpräferenzen, das im Stillen bestimmt, wann und wohin Tausende von Flügen stattfinden.

Und wenn man dieses System erst einmal verstanden hat, ergibt der Flugplan viel mehr Sinn.