Die drei grausamen Foltermethoden, die deutsche Soldaten bei ihrer Ankunft an schwangeren Frauen anwandten. Mein Name ist Madeleine Fournier. Mein Alter ist unbekannt, und vor einiger Zeit musste ich etwas sagen, bevor es zu spät ist, bevor meine Stimme für immer verstummt. Ich sah schwangere Frauen, die gezwungen wurden, zwischen drei Türen zu wählen. Drei nummerierte Türen am Ende eines eisigen, feuchten Korridors, nur erleuchtet von einer Glühbirne, die wie ein qualvolles Herz flackerte. Keine Schilder, keine Erklärung, nur drei grau lackierte Metalltüren, jede barg ein anderes Schicksal, alle grausam, alle darauf ausgelegt, nicht nur unsere Körper, sondern auch unsere Seelen zu zerstören. Die deutschen Soldaten ließen uns keine Zeit zum Nachdenken. Sie ließen uns nicht beten. Sie zeigten nur auf die Türen und befahlen mit einer Kälte, die uns das Blut in den Adern gefrieren ließ: „Wählt jetzt!“ Und wir, jung, verängstigt, mit unseren ungeborenen Kindern, wurden gezwungen zu entscheiden, welche Form des Leidens uns zuteilwerden sollte. Ich wählte Tür Nummer 2 und trug jahrelang die Last dieser Entscheidung wie einen Stein in der Brust, der jeden Atemzug, jede Nacht Schlaf, jeden Moment der Stille erdrückte. Heute, vor dieser Kamera sitzend, mit zitternden Händen und gebrochener Stimme, werde ich Ihnen erzählen, was hinter dieser Tür geschah. Nicht, weil ich den Schrecken noch einmal durchleben möchte, sondern weil diese Frauen, die nicht zurückkehrten, es verdienen, in Erinnerung zu bleiben. Sie verdienen es, mehr zu sein als vergessene Nummern in verstaubten Archiven. Und weil die Welt wissen muss, dass der Krieg nicht nur Soldaten zu Opfern macht. Er wählt die Mütter, er wählt die Babys, er wählt jedes neugeborene Leben und vernichtet es gnadenlos. Es war Oktober. Ich war ein unbestimmtes Alter und lebte in àacieux en vert, einem kleinen Dorf in den Bergen Südostfrankreichs, versteckt zwischen Felsen und Wäldern. Es war ein abgelegener Ort, von der Welt vergessen, wo die Jahreszeiten langsam vergingen und die Menschen mit wenig auskamen. Kartoffeln, Ziegenmilch, Farbe – alles wurde unter den Nachbarn geteilt. Vor dem Krieg war diese Abgeschiedenheit ein Segen. Nach dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich wurde sie zur Falle. Mein Mann Étienne Fournier wurde im April desselben Jahres zur Zwangsarbeit in eine Munitionsfabrik in Deutschland verschleppt. Ich erinnere mich an den Tag, als sie ihn abholten. Er hackte schweißgebadet Holz im Hof, die Ärmel seines Hemdes bis zum Ellbogen hochgekrempelt. „Entdecken Sie die unvorstellbaren Entscheidungen, die diesen Frauen aufgezwungen wurden, und die Geheimnisse hinter den drei Türen – klicken Sie jetzt, um Geschichte wie nie zuvor zu erleben!“

In jener Nacht, allein in dem Steinhaus meiner Eltern, verspürte ich zum ersten Mal echte Angst. Nicht die Angst vor dem Tod, sondern die Angst vor einem Leben ohne Sinn, ohne Hoffnung, in dem nichts als Leere schlummert. Zwei Monate später erfuhr ich, dass ich schwanger war. Es war nicht geplant. Es war ein Zufall, vielleicht ein Wunder, je nachdem, wie man es betrachtet.

Étienne und ich hatten unsere letzte gemeinsame Nacht verbracht, eng aneinandergekuschelt unter dicken Decken, zitternd vor Kälte und Verzweiflung, und versucht, uns an der Wärme des anderen festzuhalten, bevor der Krieg uns für immer trennte. Als ich merkte, dass meine Periode ausblieb, als mir übel wurde und meine Brüste schmerzten, wusste ich es sofort.

An jenem Morgen weinte ich. Ich weinte, weil ich allein war. Ich weinte, weil ich nicht wusste, ob Étienne noch lebte. Ich weinte, weil es mir wie die grausamste und egoistischste Entscheidung vorkam, die man treffen konnte, ein Kind inmitten dieses Krieges zur Welt zu bringen. Aber ich weinte auch vor Erleichterung, denn zum ersten Mal seit deinem Weggang hatte ich wieder einen Lebenssinn, etwas Größeres als mich selbst, etwas, das in einer Welt, die vom Tod durchdrungen war, noch voller Leben war.

Ich habe diese Schwangerschaft mit all meiner Kraft beschützt. Ich verbarg meinen Bauch unter weiten Mänteln und dicken Schals. Tagsüber blieb ich zu Hause. Ich aß wenig, um Geld zu sparen, sorgte aber dafür, dass es meinem Baby an nichts fehlte. Nachts, allein in der Dunkelheit, legte ich meine Hand auf meinen Bauch und flüsterte diesem unsichtbaren Leben Versprechen zu: Ich werde dich beschützen.

Was auch immer geschieht, ich werde dich beschützen. An jenem Oktobermorgen hing der Himmel schwer und tief, behangen mit grauen Wolken, die die Erde zu erdrücken schienen. Der Wind blies kalt und scharf, riss die letzten Blätter von den Bäumen und verstreute sie wie Asche auf dem Boden. Ich war in der Küche und siebte Mehl in eine zerbrochene Keramikschüssel, um aus dem Wenigen, was noch übrig war, Brot zu backen.

Meine Hände zitterten, nicht vor Kälte, sondern vor Hunger. Ich hatte seit Tagen nichts Richtiges gegessen, aber mein Sohn strampelte in meinem Bauch, trat gegen meine Rippen, als wolle er sich einen Platz sichern, und das brachte mich trotz meiner Angst zum Lächeln. Da hörte ich ein Geräusch, ein tiefes, fernes Grollen von der unbefestigten Straße, die den Berg hinaufführte: Militärlastwagen.

Mein Herz setzte einen Schlag aus. Ich ließ die Schüssel auf den Tisch fallen, das Mehl ergoss sich auf den abgenutzten Holzboden, und rannte zum Fenster. Drei grüne Lastwagen fuhren langsam auf die Straße, ihre Räder zermalmten Steine ​​und wirbelten Staub auf. Es waren viele deutsche Soldaten, und ich versteckte den Mehlsack unter der Spüle. Das Essen war Schmuggelware, und wenn sie mich damit erwischten, würde ich sofort verhaftet werden.