Portulak wächst in Gärten oft wie Unkraut. Die meisten Menschen entfernen ihn, sobald er zu wachsen beginnt. Dabei bietet diese Pflanze viele Vorteile, die nur wenige kennen. Hier sind acht gute Gründe, Portulak in Ihrem Garten anzubauen:

Portulak in Ihrem Garten
Portulak ist eine einjährige, krautige Pflanze, die horstbildend wächst. Sie hat lange, kriechende Stängel und ist mit kleinen, runden, fleischigen, hellgrünen Blättern bedeckt. Zwischen Juli und Oktober schmückt sie sich mit kleinen gelben Blüten. Ihre frischen Blätter sind essbar und haben einen leicht säuerlichen und würzigen Geschmack. Sie wächst wild in Gärten in Südfrankreich, kann aber auch im eigenen Garten oder, falls der Boden nicht geeignet ist, im Topf angebaut werden.
Portulak (Portulaca oleracea L.) breitet im Spätsommer seine saftigen, wasserreichen Stängel dicht am Boden aus. Oft fälschlicherweise als Unkraut betrachtet, zählt er tatsächlich zu den ältesten Kulturpflanzen. Von den Römern aus dem Osten eingeführt und dann im Laufe der Zeit vernachlässigt, hat er sich in unseren Gärten eingebürgert. Jean-Baptiste de La Quintinie, Gärtner Ludwigs XIV., erkannte die hervorragenden Nährwerte des Portulaks und bezeichnete ihn als „gesunden Salat“. Er dient auch als Bioindikatorpflanze, das heißt, er gibt Aufschluss über die Bodenbeschaffenheit. Sein häufiges Vorkommen deutet auf einen zu verdichteten, schlecht belüfteten und kalziumarmen Boden hin. Es lässt zudem auf ein trockenes Substrat während der Wachstumsperiode schließen, das Nährstoffe nur schwer speichern kann.