Warum fliegen Flugzeuge tagsüber nicht über den Atlantik? Der wahre Grund könnte Sie überraschen.

Der Nordatlantik ist eine der verkehrsreichsten Langstreckenflugrouten der Welt.

Da so viele Flugzeuge dieselbe Region nutzen, verteilen sich die Flüge nicht einfach zufällig über den Ozean. Fluggesellschaften und Fluglotsen organisieren den Flugverkehr in Routen, die als Nordatlantikrouten oder NAT-Routen bekannt sind.

Diese Routen werden je nach Faktoren wie Wetter, Wind und Verkehrsaufkommen angepasst.

Und hier kommt der faszinierende Teil:

Der Hauptverkehrsfluss ändert sich je nach Tageszeit.

Flüge von Nordamerika Richtung Osten nach Europa konzentrieren sich auf die Nachtstunden, während Flüge von Europa Richtung Westen nach Nordamerika sich auf die Tagesstunden konzentrieren.

Der Atlantik ist also tagsüber nicht leer.

In einer Richtung ist einfach viel mehr los.

Warum nachts von Amerika nach Europa fliegen?

Der wichtigste Grund ist überraschend einfach:

Zeitzonen.

Stellen Sie sich vor, Sie verlassen New York am Abend.

Sie steigen gegen 19 oder 20 Uhr ein, essen zu Abend, machen es sich auf Ihrem Platz bequem und verschlafen einen Großteil des Fluges. Einige Stunden später landen Sie morgens in London oder Paris.

Aus Sicht des Passagiers ist der Fahrplan sinnvoll.

Statt den ganzen Tag im Flugzeug zu verbringen, reisen Sie, während Sie normalerweise schlafen würden, und erreichen Ihr Ziel, wobei der größte Teil des Tages noch vor Ihnen liegt.

Dieselbe Planungslogik ist seit Jahrzehnten Bestandteil der transatlantischen Luftfahrt. Untersuchungen zum nordatlantischen Verkehrssystem beschreiben das Muster als überwiegend westwärts gerichtet tagsüber und ostwärts nachts, bedingt durch die Kombination von Zeitzonenunterschieden und Flugzeiten.

Warum fliegen Flugzeuge dann tagsüber zurück?